ErnährungJung bleiben

Der Weg zu Deiner persönlichen Ernährung

Zu keinem Thema gibt es wohl so viele Ratgeber wie zu Ernährungsfragen. Der Mensch ist auf der Suche nach Gesundheit und Wohlbefinden und hat erkannt, dass ein zentraler Schlüssel dafür die richtige Ernährung ist. Gleichzeitig zeigt die Fülle an sich oftmals widersprechenden Ernährungsempfehlungen aber auch die Orientierungslosigkeit unserer Gesellschaft und verweist nicht zuletzt auch auf die interessengeleiteten Studienergebnisse aus der Lebensmittelbranche. Was ist denn nun wahr und was soll ich wirklich essen, um gesund und fit zu bleiben oder zu werden?

Die unabhängige, moderne Wissenschaft hat uns in den letzten Jahren viele bemerkenswerte Studienergebnisse über besonders vitalreiche Lebensmittel zur Verfügung gestellt (siehe dazu z.B. meinen BLOG-Artikel Buchbesprechung „On/Off Gesundheit“ von Andreas Jopp – PRAXIS FÜR HOMÖOPATHIE & Naturheilkunde – Elvira Birgit Speer – Leipzig + Wechselburg + Chemnitz (naturheilpraxis-speer.de) Daher wissen wir beispielsweise, dass dunkelrote, blaue sowie dunkelgrüne Nahrungsmittel (z.B. Rote Beete, Blaubeeren, Rucola) ebenso wie Hülsenfrüchte und Nüsse wahre Superfoods sind.

Was Du aus diesen Studien aber nicht ableiten kannst, ist, was Dir ganz persönlich in diesem Moment Deines Lebens wirklich gut tut. Denn das weiß tatsächlich nur Dein Körper selbst! Leider ist uns durch unsere Lebensweise das Gefühl dafür verloren gegangen, aber das heißt nicht, dass wir es nicht wieder erlangen können. Der erste Schritt auf diesem Weg ist, zu verstehen, dass wir alle diese natürliche Fähigkeit noch in uns tragen.

Eine Biene weiß genau, welche Blüten sie anfliegen muss, um ihren köstlichen Honig herzustellen. Ein Apfelbaum zweifelt nicht daran, welche Nährstoffe er aus der Tiefe der Erde holen muss, um seine Äpfel optimal zu versorgen. Und selbst der seit Jahrtausenden domestizierte Hund kennt die Kräutchen genau, die er fressen muss, um seinen Magen von Unrat zu befreien. Wieso sollten wir Menschen dazu nicht in der Lage sein? Sollte der Schöpfer dieser wunderbaren Welt ausgerechnet den Menschen mit weniger Fähigkeiten ausgestattet haben? Das erscheint mir unlogisch. Warum also zweifeln wir? Weil wir durch unsere entfremdete Lebensweise den Bezug zur göttlichen Schöpfung, ihren Rhythmen und Kreisläufen verloren haben. Und damit den Bezug zu unserer Seele, zu unserem tiefen Selbst. Diese Verbindung gilt es in meinen Augen wieder zu finden. Am besten Du fängst gleich damit an: mit einem Spaziergang durch die Natur! Was nimmst Du wahr, worauf hast Du Lust? Vermutlich wirst Du an einer zauberhaften Blüte schnuppern wollen oder die kleine Walderdbeere am Wegesrand pflücken. Ihr Aroma ist unvergleichlich, ihre Inhaltsstoffe sind es auch.

Wenn ich morgens durch meinen Garten gehe, wandern einige Früchte, Blätter oder Blüten von Wildpflanzen direkt in meinen Mund. Wie herrlich ein Blatt Sauerampfer schmeckt, wie schön bitter der Löwenzahn ist, wie mild die Blüte der Malve! Ich gehe durch die Natur und nehme die intensiven Düfte des Weißdorns oder der Wildrose auf, das duftende Heu der frisch gemähten Wiese oder den erdigen Geruch auf der kleinen Waldlichtung hinterm Haus. Je länger ich meine Sinne schule, je mehr nehme ich wahr. „Ich rieche gar nichts“ sagte erst gestern ein Freund von mir aus der Stadt, während ich in einer Woge von Düften schwelgte. Der Blütenstaub, der Nektar der göttlichen Natur, ist ebenso voller wertvoller Vitalstoffe, wie die Luft, die wir in einer möglichst unberührten Natur einatmen. Biologen wissen um die Terpene, die durch die Luft schwirren und mittels derer die Pflanzen miteinander kommunizieren. Sie dienen unserer Ernährung und Gesundung! Und je mehr Du Deine Sinne wieder öffnest für all die schönen Blüten, Farben und Düfte um Dich her (und das geht auch in einem städtischen Park) um so mehr wird Dir Dein Körper auch wieder zeigen, was er gerne zu sich nehmen möchte. Die Natur hilft uns dabei und stellt uns nicht ohne Grund im Frühsommer Erdbeeren und Himbeeren zur Verfügung und im Herbst Brombeeren und Pilze. Sich in diese Rhythmen der Natur wieder einzugliedern ist ein Prozess und ich selbst bin auch noch mittendrin. Was für ein zufrieden stellendes Gefühl, wenn Du Deinen Spinat aus dem wilden Giersch zaubern kannst, über den sich Dein Nachbar so ärgert! Wenn Du Dir einen Salat unter den Gartenpflanzen zusammen stellst und den morgendlichen Joghurt mit einem duftenden Magnoliengelee veredeln kannst. Das ist natürliche Ernährung mit allen Sinnen, die gesund und glücklich macht!

Um ein sauberes Haus zu haben muss man erst einmal den Müll rausbringen. Um Deinen Körper wieder zu öffnen für eine gesunde Wahrnehmung solltest Du ihn zunächst einmal sanft entgiften. Auch hier kannst Du Dir selbst mit Vertrauen begegnen. Nichts entgiftet so wunderbar mild und dennoch effektiv wie Wildpflanzen, die nur so strotzen vor Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Gerade z.B. habe ich mir einen Kräutertee gemacht. Ich bin durch den Garten gegangen und habe mal hier und mal da ein Kräutlein gepflückt, gerade wie es mir in den Sinn kam. Auch einen Zweig von dem Ackerschachtelhalm, der hier neuerdings überall wächst. Für mich ein klares Anzeichen, dass es in meinem Körper irgendeine Entzündung gibt, der zu begegnen ist. Und so trinke ich jeden Tag meinen ganz persönlichen Heiltee, den mir kein Arzt, kein Heilpraktiker oder Apotheker besser zusammen stellen könnte als ich selbst. Wäre das nicht auch für Dich ein toller Start in den Tag? Und ein toller Start in Deine ganz persönliche Ernährung?

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