Ernährung

Zivilisationskrankheiten sind durch die richtige Ernährung heilbar

von 24. Februar 2019 Februar 27th, 2019 Keine Kommentare

In vielen Bereichen unseres Lebens lohnt sich der interkulturelle Vergleich, so auch in der Ernährung. Die sogenannten Zivilisationserkrankungen waren in vielen Ländern nahezu unbekannt, bis der westliche Lebensstil dort Einzug hielt. Seit in China oder Indien beispielsweise die pflanzenbasierte Ernährung von westlichen Nahrungsmitteln verdrängt wird, nehmen die Fälle von Herz-Kreislauferkrankungen, Fettleibigkeit, Diabetes, Parkinson und Krebs zu. Die Behauptung, dass diese Krankheiten nur entstehen, weil wir heutzutage älter werden, stimmt nicht. Sie sind schlichtweg vorwiegend ernährungsbedingt.
In jüngster Zeit gibt es erfreulich viele fundierte Bücher über Ernährungsmedizin. Eines davon ist „How not to die“ des amerikanischen Arztes Dr. Michael Greger (erstmals 2016 auf deutsch erschienen). Er hat sein Leben dem Ziel verschrieben, den Lebensmittelwahnsinn unserer Zeit aufzudecken und mithilfe von wissenschaftlichen Studien den Zusammenhang von Krankheit und Ernährung darzulegen. Laut Greger entwickeln wir nur deshalb Zivilisationserkrankungen, weil wir tierische Fette und industriell verarbeitete Nahrungsmittel konsumieren anstatt bei der vorwiegend naturbelassenen vegetarischen Kost unserer Vorfahren zu bleiben. Seine These: fast jeder frühe Tod könnte verhindert werden durch Ernährungsumstellung.
Man fragt sich: Warum wissen wir darüber so wenig, wo es doch so einfach ist? Die Antwort ist klar: für Brokkoli, der das Tumorwachstum verringern kann, oder Leinsamen, der den Blutdruck senkt, gibt es keine Marketing-Etats. Wohl aber für Medikamente der Pharmaindustrie. Forscher wie Michael Greger oder Rüdiger Dahlke haben das Verdienst, diese Lücke zwischen neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Patient zu schließen.
In seinem Buch „How not to die“ gibt Michael Greger wissenschaftlich begründete Ernährungsempfehlungen für Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenkrankheiten, Krebs, Parkinson, Depression uvm. Er zeigt auf, dass viele dieser Krankheiten durch Ernährungsumstellung heilbar sind. Und er benennt zwölf Lebensmittel, die uns genau vor diesen Erkrankungen schützen sollen. Er nennt sie „das tägliche Dutzend“. D.h. wir sollten sie täglich essen, da sie bestimmte Nährstoffe enthalten, die es in dieser Dichte in anderen Lebensmitteln nicht gibt. Was Du also täglich auf Deinem Speisezettel stehen haben solltest sind: Hülsenfrüchte, Beeren, andres Obst, Kreuzblütlergemüse wie Brokkoli oder Blumenkohl, Blattgemüse wie Spinat oder Rucola, anderes Gemüse, Leinsamen, Nüsse und Samen, Kurkuma, Vollkorngetreide, dazu Wasser/Kräutertee und ebenso wichtig: Sport. Unschwer zu erraten, das Greger selbst Veganer ist und dringend vor dem Verzehr von tierischen Fetten und Proteinen warnt.
Meiner Erfahrung nach ist es nicht nur eine Frage von Wissen, ob Menschen Ernährungsempfehlungen befolgen oder nicht. Interessierte Menschen wissen meist schon sehr viel. Denn es kursieren besonders im Netz unzählige sich oftmals widersprechende Ernährungsempfehlungen, und so sind auch wir schon dem ein oder anderen Trend hinterher gehechtet. Um am Ende bei solch einer fundierten Synthese zu landen. Aber auch zu wissen: Die Umsetzung braucht Zeit. Nicht jedem liegt die vegetarische oder gar vegane Ernährung. Und so haben auch wir hin und wieder noch tierische Produkte auf dem Teller liegen. Aber das wird immer seltener.

 

Antworten