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Die Leberreinigung – sanfter Ölwechsel für die Leber

von 24. März 2021 Mai 14th, 2021 Keine Kommentare

Die Leber ist unser wichtigstes Stoffwechselorgan. Von ihrer Gesundheit hängt sehr viel ab. Doch die Leber kennt keinen Schmerz, auch dann nicht, wenn sie schon richtig krank ist. Bei einer Überlastung der Leber kann man vielfältige Beschwerden entwickeln, die aber meist nicht mit dem Organ in Verbindung gebracht werden, von Verdauungsbeschwerden über Hämorrhoiden, Gelenkschmerzen, Depression bis hin zu Wechseljahrsbeschwerden. Die häufigste Erscheinung ist jedoch anhaltende Müdigkeit. Da die Leber heute bei den meisten Menschen aufgrund der vielen Umweltgifte überlastet ist, ist es wichtig, ihr Ruhe, Schonung und vor allem hin und wieder einen Ölwechsel zu gönnen! Damit Du diese Kur zu Hause eigenständig durchführen kannst, habe Dir hier eine genaue Anleitung erstellt (Quelle: siehe unten). Darin findest Du alle Hilfsmittel und die genaue Vorgehensweise. Viel Freude! Das ist durchaus ernst gemeint, denn es sollte immer Freude bereiten, sich achtsam und liebevoll um den eigenen Körper zu kümmern.

 

Hilfsmittel aus der Apotheke:

  1. Bitterstoffe (Lebertinktur aus Wermut, Enzian, Bitterholz, Galgant, Wacholder)
  2. Mineralstoffe: Basenpulver (v.a. Natriumbicarbonat)
  3. Salinisches Abführmittel (Bittersalz)
  4. Einlauf (Klyso) – damit ist er ganz einfach zu machen!

Leber-Detox-Programm (nach Lulit und Mabon Wunder):

Tag 1-3: Entlastung

  • Entlastung des Verdauungsapparates (Ernährung fettarm und basenreich)
  • Gezielte Mineralstoffzufuhr (Basenpulver)
  • Anregung der Leber (Leber-Tee, Bitterstoffe)

Tag 4: Kurzzeitfasten

  • Intensive Entlastung (Kurzzeitfasten ausschließlich mit Säften und Gemüsebrühe)
  • Ausleitung (Salinische Abführmittel und Einlauf)
  • Schonung der Leber

Tag 5-6: große Leberreinigung

  • Ausleitung intensivieren
  • Tag 5 bis mittags kurzzeitfasten
  • Leberreinigung über Nacht
  • Tag 6 intensive Darmreinigung

Tag 7-12: Aufbauwoche

  • Weitere Anregung/Schonung der Leber
  • Basenreiche Ernährung
  • Nachhaltige Leberstärkung

 

So wird’s gemacht:

Basische Ernährung bedeutet, dass Du alle säurebildenden Komponenten in Deiner Ernährung meidest: Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte, Weißmehlprodukte, raffinierter Zucker, stark verarbeitete Lebensmittel, Alkohol und Kaffee. Stattdessen viel Gemüse, etwas Obst (mehr als zwei Stück Obst pro Tag belastet die Leber). Während des Fastens nur flüssige Mahlzeiten einnehmen, um die Verdauungsorgane zu entlasten: frisch gepresste Säfte, frei von Faserstoffen. Zweimal täglich 200-250 ml Gemüse- bzw. Obstsaft langsam löffeln. Abends 200-250 ml Basenbrühe löffeln.

Rezept Basenbrühe:

Bio-Gemüse nach Wahl (Kartoffeln, Karotten, Zwiebel, Lauch, Sellerie, Petersilienwurzel, Tomate etc) und Bio-Kräuter nach Wahl (Petersilie, Knoblauch, Lorbeer, Wacholder, Kümmel, Thymian, Ingwer etc) mit Wasser aufkochen, zwei Stunden köcheln lassen und danach durch ein Küchensieb passieren. Alle wertvollen Mineralstoffe sind jetzt in der Brühe enthalten.

Basenpulver sollte nicht zum Essen eingenommen werden, da wir zur Verdauung die Magensäure benötigen. Empfehlung: zwei bis drei Mal täglich 1 TL Basenpulver in Wasser lösen, eine halbe Stunde vor dem Essen  oder eineinhalb Stunden nach dem Essen einnehmen. Ausreichend Mineralien verhindern auch, dass man beim Fasten Kopfschmerzen bekommt.

Die Leberstärkung erfolgt zum einen mittels Leber-Tee (täglich zwei Tassen), am besten zwischen 13 und 15 Uhr, da hier die Leber nach der chinesischen Organuhr ihre Hochzeit hat. Zum zweiten mittels Bitterstoffen (drei Mal täglich 10 Tropfen kurz vor den Mahlzeiten. Ab Tag 5 auf 25 Tropfen erhöhen). Die Bitterstoffe kurz im Mund behalten, da dies bereits die Galle anregt. Außerdem kannst Du einen Leberwickel anlegen.

Leberwickel: Basenpulver auflösen, Baumwolltuch darin eintauchen und auswringen. Das Feuchtwarme Tuch im Bereich der Leber (rechte Körperseite, untere Hälfte der Rippen) auflegen, ein trockenes Handtuch darüber, darauf eine Wärmflasche. Mindestens 20 Minuten auf dem Rücken ruhen.  Die Wärme bringt die Leber voll auf Touren!

Darmreinigung: Ausleitung/Stuhlentleerung mittels Salzlösungen (Bittersalz). Morgens 1 TL Bittersalz in 250 ml Wasser aufgelöst trinken; ab dem dritten Tag die Dosierung auf 1 EL Bittersalz morgens erhöhen. Mindestens zwei Liter Wasser/Tee am Tag trinken. Der Stuhl muss flüssig werden, ansonsten Bittersalzmenge erhöhen. Abends wird der Einlauf mit Wasser gemacht (siehe Gebrauchsanleitung). Dieser sollte kurz hintereinander zwei bis drei Mal wiederholt werden.

Colon-Hydro-Therapie: Wenn Du möchtest, kannst Du bei einem Therapeuten zusätzlich diese professionelle Darmreinigung durchführen lassen. Sie befreit den Darm gründlich von Altlasten. Ideale Zeitpunkte sind Tag 4 und/oder Tag 6.

Die große Leberreinigung: Durch basische, fettfreie Ernährung ist die Leber entlastet worden. Nun setzen wir durch eine gezielte Provokation einen Reiz, damit die Leber schubartig alle belastenden Stoffe ausstößt. Dazu am 5. Tag nach dem Leber-Tee ab 15 Uhr nur noch Wasser und Lebertinktur einnehmen. Der Darm sollte völlig frei sein, damit die schädlichen Stoffe ungehindert passieren können und es zu keinen unerwünschten Nebenwirkungen kommt. Bitte exakt aufs Timing achten!

18, 19, 20 und 21 Uhr: jeweils 25 Tropfen Bitterstoffe.

17 und 19 Uhr: Darmentleerung mit 2 EL Bittersalz

21 Uhr: Einlauf

22 Uhr: Lebercocktail trinken und sich mit einem Leberwickel unverzüglich ins Bett legen, damit über Nacht die intensive Leberreinigung ablaufen kann. Eventuell spürst Du nachts, wie Deine Leber arbeitet und schläfst nicht so gut.

Rezept Lebercocktail: den Saft von zwei ausgepressten Grapefruits und 125 ml Mariendistelöl, erhältlich im Bioladen, verquirlen. Diese Emulsion schmeckt ähnlich wie Salatdressing und lässt sich relativ leicht trinken. Falls Du aufgrund einer Allergie oder wegen der Einnahme von bestimmten Medikamenten (Antiarrhythmika, Kalziumkanalblocker, Statine, Immunsuppresiva, Proteaseinhibitoren) keinen Grapefruitsaft zu Dir nehmen darfst, mixe Deinen Cocktail stattdessen mit 200 ml Zitronensaft. Bei Histamin-Intoleranz stattdessen 80 ml Sanddornsaft plus 120 ml Wasser.

Der Tag danach

Alle Gifte, die die Leber losgeworden ist, müssen nun schnellstmöglich aus dem Darm raus. Deswegen machst Du morgens um sechs und nochmals um acht Uhr eine Darmreinigung mittels Bittersalz. Um acht Uhr machst Du zusätzlich noch einen Einlauf. Die Ernährung sollte wie zu Beginn der Therapie möglichst basisch sein. Zusätzlich Lebertinktur und Basenpulver.

Aufbauphase: Tag 7-12 (Du darfst auch auf zwei Wochen verlängern)

Befreie Dich morgens mit einem Einlauf. Achte weiterhin auf eine basenreiche Ernährung, dadurch schonst Du auch Deine Leber. Außerdem pflegst Du die Leber mittels Bitterstoffen.

 

Jetzt hast Du es geschafft und ich bin sicher, Du fühlst Dich wie neu geboren. Herzlichen Glückwunsch!

 

Literaturempfehlung:

Dr. med. Lulit Wunder/Mabon Wunder

Wunderleicht – Leber Reinigung

Trias Verlag 2019

19,99 Euro

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